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Pflanztipps & Pflegehinweise: Ritterstern - (Hippeastrum)

Der Ritterstern wird auch als Amaryllis bezeichnet. Er kommt, wie viele Pflanzen, aus Südafrika. Es gibt dort über 80 Arten. Der Name ist abgeleitet von hippeus = Reiter oder Ritter und astron = Stern.

Bei uns wird der Ritterstern als Zimmerpflanze in vielen Farbvariationen gezüchtet. Es gibt z.B. leuchtendrote, rosafarbene, weiße, rote mit weißen Streifen (vielleicht sind es auch weiße mit roten Streifen). Es ist interessant, das Wachstum der Pflanze zu beobachten; wie sich aus der Zwiebel ziemlich schnell ein blattloser Schaft erhebt und dann riesige Blüten entstehen. Die Blätter entwickeln sich erst später. Die Blüten sind lange haltbar, wenn die Pflanze nicht zu warm steht. Man kann sie auch als Schnittblumen verwenden.

Der Ritterstern ist sehr pflegeleicht. Er liebt eine hellen, etwas sonnigen Standort und relativ hohe Temperaturen. Blütezeit ist der Jahresanfang. Um aber eine Blüte zu bekommen, muss man die Pflanze richtig behandeln. Im Baumarkt z.B. gibt es oft recht preiswerte Ritterstern-Zwiebeln in einem kleinen Karton. Das Bild auf der Verpackung sieht zwar sehr schön aus, aber was soll man mit der Zwiebel machen!? Wenn man keine Ahnung hat, steckt man die Zwiebel in einen Blumentopf und gießt kräftig an. Woher soll man denn wissen, dass das falsch war! Der Ansatz war ja schon man richtig. Die Zwiebel kommt also in einen Blumentopf, der so groß sein muss, dass zwischen Zwiebel und Topfrand ein etwa 3 cm breiter Rand frei bleibt. Die Zwiebel muss etwa 1/3 aus der Erde herausragen. Sie wird gut festgedrückt und an einen hellen, warmen Standort gestellt - und nicht gießen!!! Wenn sich ein etwa 10 cm hoher Blütenschaft gebildet hat, beginnt man mit dem Gießen. Wenn sich die Blüte zeigt, kann man auch düngen. Über Sommer kann die Pflanze an einem geschützten, sonnigen Ort im Garten oder auf dem Balkon stehen. Man muss sie dann öfters mal nach Schnecken absuchen. Für die müssen wohl die Blätter eine Köstlichkeit sein! Im September beginnt dann die Ruhezeit. Man gibt nach und nach immer weniger Wasser. Nach etwa 4 Wochen wird nicht mehr gegossen. Die Blätter vergilben und sterben ab. Vor dem ersten Frost muss der Ritterstern wieder ins Haus und kann dort dunkel stehen. Man kann auch die Zwiebel aus der Erde nehmen und mit dem Neuaustrieb, der Ende/Anfang des Jahres beginnt, wieder eintopfen und an einen hellen Standort bringen und erst wieder gießen, wenn sich ... (s.o.)

Ich habe im vorigen Jahr meinen rotblühenden Ritterstern bestäubt, und er hat tatsächlich Samen angesetzt. Diesen habe ich im Frühjahr in Erde gelegt. Jetzt sind schon viele kleine Pflänzchen entstanden. Probiert es doch auch man aus.